Ein Landwirt stellt sich vor – Robert

Robert wurde 1992 in Bielefeld geboren und ist auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb Meyer zu Eissen am Rande der Stadt aufgewachsen.

Ausbildung

Er hat in Göttingen Agrarwissenschaften studiert und sich hierbei auf den Schwerpunkt Ressourcenmanagement spezialisiert. Dabei ging es vorrangig um die Zusammenhänge ökologischer Systeme, Bodenqualitäten und der Flora und Fauna.

 „Über Exkursionen quer durch Deutschland wurden uns zahlreiche Zusammenhänge anhand von Untersuchungen im Boden, auf Feld und Wiese sowie in sonstiger Agrarlandschaft dargestellt und analysiert.“

Fruchtbarkeit im Boden

Nun ist er zurück in der Heimat, hat den Betrieb seiner Eltern übernommen und wendet dort das Gelernte an, um den Boden in seiner Fruchtbarkeit und dessen Mikroorganismen in der Vielfalt zu fördern.

„Als Landwirt ist es für mich ein besonderes Anliegen, dass der Humusgehalt im Boden ständig verbessert und angereichert wird. Dieser ist essenziell für eine gelungene Ernte, und schafft die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft. Gerade der Humusaufbau ist auch aufgrund seiner CO2-Einspeicherung ein wichtiges Thema. Er kann Kohlenstoff im Boden über lange Zeit konservieren und so dem Klimawandel entgegnen.“

Blühflächen in Bielefeld

Aus diesem Grund hat Robert 2021 zusammen mit plantgreen etwas mehr als 5 Hektar (50 000 m2) Blühfläche angelegt, welche entlang eines Baches verläuft und sich im Naturschutzgebiet befindet. „Die Gründe aus landwirtschaftlicher Sicht für das Anlegen der Blühflächen sind vielfältig. Neben dem Nutzen für Flora und Fauna ist eben auch der Nährstoffaufbau im Boden ein auschlaggebender Punkt.“ so Robert. Mittlerweile haben die Flächen am Stadtrand von Bielefeld angefangen zu blühen und bieten Schutz für das Niederwild. Rehe, Hasen, Fasane und andere Tiere halten sich auffällig gern auf den Blühflächen auf. An einer Stelle hat ein Imker mehrere seiner Bienenvölker aufgestellt. in einem einzigen Bienenvolk können sich bis zu 40 000 Bienen tummeln, welche nun in den umliegenden Flächen viel Nahrung finden.

Auch in den kommenden Jahren möchte Robert Blühflächen ansäen und somit den Arten in der Region eine neue, vielfältige Heimat bieten.